Mittwoch, 22. November 2017

Día de los Muertos in Kassel 2017

Bevor ich euch meine wenigen Fotos und Videos zeige, die ich im Museum für Sepulkral Kultur in Kassel aufgenommen habe, wo auch dieses Jahr wieder das mexikanische Totenfest "Dia de los muertos" quasi nachgefeiert wurde möchte ich über das Fest ein paar Worte verlieren ...



- Das wichtigste zu erst:
Dies ist ein privater/kreativer Blog
Ich schreibe hier über meine kreative Hobbys,
sowohl das eine oder andere private Thema,
sofern es zu den kreativen Interessen passt. 



Jedes Jahr versuche ich mein privates Umfeld über das mexikanische Fest aufzuklären aber auch natürlich meine wenigen "Fans". Einige von euch, die meine Seite auf Facebook abonniert haben, werden den Text sicherlich schon gelesen haben, aber da nicht jeder meiner Blog-Leser auch zeitgleich ein Facebook-Fan ist und später dieser Beitrag auch über Googel zu finden sein wird, hier noch einmal.

Den Text schrieb ich als "Bildunterschrift" zu meinen privaten Fotos die ichEnde Oktober auf meiner Facebook Seite veröffentlicht hatte. Für meinen Blog-Eintrag habe ich ihn an einigen Stellen abgeändert.



Bedauerlicherweise handelt es sich bei den Aufnahmen um "Composings". D.h. die Hintergründe sind alle nicht von mir aufgenommen worden, sondern sind Stock-Fotos. Aber es sind alles Aufnahmen aus meinem Heimatstaat (Bundesland) Coahuila. Das landschaftlich geprägt von seinen vielen Bergen und der Wüste ist. Die Fotos zeigen mich selbst in meiner mexikanischen Kleidung. Ein handgenähter und mit Pailletten bestickter Rock, den meine Mutter angefertigt hatte. Die Bluse wurde ebenfalls von ihr bestickt einzig der Poncho (ist aber auch handgemacht) ist gekauft.





Als gebürtige Mexikanerin ist es mir zu dieser Zeit (Ende Oktober/Anfang Novemeber) besonders wichtig über ein Teil meiner Kultur aufzuklären bei der ich auch leider beobachten kann, wie sie sich verändert bzw. benutzt wird und der Sinn und der Hintergrund als solches nicht verstanden wird ...

Die ersten die damit anfingen die traditionelle Bemalungen (Calaveras oder hier besser bekannt als "Sugar Skulls") zu "Dia de los muertos" (mehr mit Allerseelen zu vergleichen, als mit Halloween) für sich zu nutzen, waren die US-Amerikaner die die Feste der Mexikaner (da es ja Nachbarn sind) natürlich viel eher aufgeschnappt haben und gefallen dran gefunden haben.

Das Fest zu Ehren der Toten ist weltweit so in ihrer Form einmalig und beinhaltet verschiedene Aspekte aus verschiedenen Kulturen ... Spanische Einflüsse aufgrund der Eroberung der Spanier und der Christianisierung über die Jahrhunderte sowohl Indigene Aspekte.
Der Mix aus Allem macht es einmalig, so einmalig und schön, dass dieses Fest und alles was dazu gehört zum Unesco Weltkulturerbe aufgenommen wurde, schon vor einigen Jahren. Eine dieser Begründung war es auch, dass es so einmalig sei, dass es auch Schützens würdig sei ...

Nun ja ... die US Amerikaner haben zwar auch ihre Kulturen und sind stolz auf das Eine oder Andere, aber andere Kulturen interessieren sie nicht so recht ... Und machen gerne daraus was sie wollen (siehe Halloween, dieses ursprüngliche Irische Fest wurde auch ganz schön verändert).

So tauchen die Bräuche dieser besonderen Tage vermehrt im Musik und Filmwesen auf, aber auch in der Modewelt. Wodurch das alles in die Welt getragen wurde.

Mit den Jahren schwappte das auch nach Europa rüber ...

Leider, leider wird aber all dies mit "Halloween" in Verbindung gebracht, eben weil die US Amerikaner selbst das ganze als ihr Halloween Kostüm ansehen und so auch verbreiten ...

Das ist aber KEIN Kostüm und auch NICHT Halloween...
Das ist mexikanische Kultur.


Viele verstehen es nicht, dass diese Art der Bemalungen tatsächlich ihren Ursprung in Mexiko hat ... aber es ist so. Natürlich kann man sich einen Totenkopfschädel aufs Gesicht malen, die Blumen Elemente sowohl die Farben ist jedoch eben in der mexikanischen Kultur zu Hause. Ihr müsst euch das wie eine "Stammes-Bemalung" anderer Kulturen vorstellen. Die Anordnung von Punkten und Strichen usw. zeigen den Stämmen sofort ihre Herkunft ... und so ähnlich ist es mit dieser Bemalung auch. Es gibt typische Muster die genutzt werden, platz für eigen Interpretationen gibt es ja, aber auf eine bestimmte Art ...  

Das mag sich nicht jeder vorstellen können und nicht verstehen, das ist normal. Denn es ist ja nicht etwas was in der deutschen oder europäischen Kultur vorkommt oder kaum noch so ausgeübt. Viele kulturelle Bräuche die es in Deutschland oder in Europa gab, werden nur noch vereinzelt in wenigen Regionen ausgeübt und meist auch schon sehr abgewandelt ... Aber eben das ist wichtig zu vermitteln - es ist KEIN Kostüm auch wenn im US Fernsehen so rüber kommt ... Und ich für meinen Teil würde es schöner finden, wenn man Kulturen respektiert und sie nicht aus Jux nutzt ... Weil es ja so cool ist und zu Halloween passt oder "genauso wie Halloween ist". Nein, das ist es nicht.  

Natürlich freut es jeden, wenn seine Kultur so populär geworden ist, dass sich gefühlt jeder so schminken und kleiden möchte und scheinbar diese Kultur mag ... die Gefahr dadurch ist jedoch dass sie nachhaltig auch verändert wird ... Und natürlich wissen die wenigsten was es damit auf sich hat, weil sie sich nur so schminken, weil irgendein Promi das mal in seinem Video so gezeigt hatte (In dem Musik Video von "Empire of the Sun" mit dem Lied "We are the people" tauchen Szenen aus einer solcher Feier beispielsweise auf) oder irgendein Model auf dem Laufsteg so geschminkt war und es nun zu Hauf Tutorials dazu auf Youtube gibt und die Promis sich so auf ihren Insta-Storys zeigen....

Das ist alles schön und gut ... aber es steckt nun mal mehr dahinter - und wenn man sich so bemalt (oder schlimmer, sich "La Catrina" Motive tätowieren lässt) dann sollte man doch die Kultur dahinter kennen, oder?

Gut, in Zeiten wo sich "jeder" asiatische Zeichen tätowieren lässt ohne das sie jemals eine 100% Sicherheit darüber haben, dass es wirklich das heißt, was sie sich stechen lassen haben ... oder wo man afrikanische Kulturelle Formen des Schmucks-Tragens selbst anwendet um damit aufzufallen ist das nicht ungewöhnlich ... und ist wohl absolut normal bei Völkern, deren Kultur "abhanden" gekommen ist oder nicht so stark ausgeprägt ist, dass sie sich an anderen Kulturen bedienen müssen ...

...
Die Mexikaner "feiern" nicht nur so lange weil sie gerne feiern, sondern weil sie auch beeinflusst werden ... Und so decken mehrere Tage ab ... "Halloween", "Allerseelen" und das Traditionelle Fest, "Dia de los muertos" ... da die Tage so nah beieinander liegen feiert man in einigen Regionen drei Tage in einigen inzwischen sogar eine Woche. Ähnlich wie man Oktoberfest (Erntedankfest) feiert denn der ganze Aufwand der betrieben wird (Straßendekoration usw. ) soll sich ja auch lohnen.

Erstmalig in diesem Jahr fand eine große Parade in der Hauptstadt von Mexiko - Mexico City - statt. Sowas gab es vorher noch nie, und hängt natürlich auch damit zusammen, dass auch die Mexikaner erkannt haben wie bedeutend ihr Fest eigentlich ist ...
Denn leider sind sich viele Mexikaner dessen nicht bewusst, was sie an Kultur, Landschaft und anderen Schätzen haben, die das Land so besonders machen und träumen meist nur vom glorreichen Leben in den Vereinigten Staaten oder wollen mehr so sein, wie ihr Nachbarland auf das auch der Rest der Welt gerne schaut.
Zudem erhoffte man sich nicht nur den Tourismus (auch innerhalb des Landes) zu fördern sondern aber auch besser Spenden einnehmen zu können. Denn die Stadt wurde im September auch von Erdbeben heimgesucht (wovon in den deutschen Medien vergleichsweise wie so oft, recht wenig berichtet wurde) bei denen etliche Gebäude eingestürzt sind. 
...
Die Menschen werden weiter beeinflusst, so dass sie durch die US-Stars die ihr eigenen Stil noch mit reinbringen wollten sich noch Pailetten und Strasssteine aufs Gesicht kleben ... eben über all mehr "Glamour" rein bringen wollen und man sich "sexier" kleidet und Corsagen anzieht ... 
Ich sehe den Wandel in Mexiko und ich sehe was in USA bzw. Europa mit der Kultur gemacht wird - auch im Bereich der Portrait-Fotografie sind die bekannten Calaveras Bemahlungen schon fast normal geworden.

Ich selbst habe diesen Teil meiner Kultur zu wenig zelebriert, da ich leider so "integriert" wurde, dass ich meine Kultur ablegen musste. Aber ich entdecke den Teil meiner Kultur seit einigen Jahren neu. Weil mir bewusst wurde, wie wichtig die eigene Kultur ist und wie falsch es ist diese abzulegen (erst recht um sich zu "integrieren" ). Weswegen es mir auch wichtig ist über meine Kultur die auch in meinen Freundes und Bekanntenkreis immer mehr und mehr zu dieser Zeit auftaucht aufzuklären....

Bitte, bitte ... seht es nicht als ein "cooles" Kostüm an, seht es nicht als ein Halloween-MakeUp ... es ist viel mehr als das!

Es ist KEIN Kostüm - es ist KULTUR!




Das alles zu erklären, was zu diesem Fest dazu gehört ist extrem schwer.
Denn es gehört so viel dazu ...

Das wichtigste ist wie man mit dem Tod als solches umgeht. In Deutschland ist es noch ein Tabu Thema und man spricht nicht viel darüber was ganz anders in Mexiko der Fall ist.

Was vielleicht auch damit zusammen hängt, dass allgemein dort mehr Menschen sterben - sei es an Krankheit, Umweltkatastrophen oder eben durch den Drogenkrieg. Der Tod ist dort für viele allgegenwertig ... Diese Tatsache prägt natürlich das Leben. Aber auch alle anderen Aspekte die in Mexiko gegeben sind (so wie das Klima) sorgen dafür dass die Menschen eine andere Mentalität haben und vieles gelassener oder offener betrachten als man es in Deutschland gewohnt ist.

Dazu kommt eben dieser Kultur Mix von den spanischen Eroberern, der indigenen Völker (z.B. Azteken) und ihr christlicher Glaube. Der dort - glaubt es mir - stärker ausgelebt wird als in Deutschland wenn nicht sogar Europa kennt.

Das Land ist besteht aus fast 90% nur Katholiken. 
Was eigentlich etwas Paradox ist, wenn man sich bewusst ist, wie die Spanier damals über das Land und Lateinamerika herfielen und den Menschen den Glauben aufgezwungen haben ... Aber das ist nun mal so. Und leider mögen es die wenigsten wenn man dieses Thema so in der Form anspricht ...
Aber es gibt dennoch noch viele mit indigenen Glauben ...
Weil einige so extrem katholisch sind, ist auch das Totenfest in dieser Form wie er gefeiert wird vielen auch ein Dorn im Auge, denn das passt nicht ganz mit dem christlich katholischen Bräuchen zusammen.

Es gibt Regionen in Mexiko die "Dia de los muertos" etwas amerikanisiert feiern, also mit Halloween Elementen (was z.B. die Verkleidung angeht), die es mehr religiös feiern. Und einige Regionen wo die Indigenen Elemente ausgeprägter sind. Jede Region handhabt es anders.

Was sie jedoch meist alle gemeinsam haben ist das Essen - so gibt es bevorzug an dem Tag ein bestimmtes Brot das als Gabe auf den Altaren zu finden ist, generell die Optik der Altäre, die Tatsache dass man überhaupt Altäre für die verstorbenen errichtet, die Süßspeisen in Skeletten Optik, die Papierdekoration - denn in Mexiko ist allgemein eher eine Papierdekoration üblich.
Blumen, Kerzen und natürlich Mariachis.

Mariachi Musik (Volkmusik) ist im übrigen auch als Unesco Weltkulturerbe eingetragen.
Zu dieser Musik gehört eine bestimme Kleidungsart die Band besteht üblicherweise aus 7 bis 12, gelegentlich auch aus bis zu 20 Elementen mit Gitarren, Vihuela, Guitarrón, Geigen, Trompeten, Harfe sowie manchmal Maracas und Sängern.

Mariachi Sänger sind im ganzen Land angesehen, natürlich gibt es auch mal Menschen die diese Musik nicht ganz so mögen, aber das hängt auch ganz oft damit zusammen wie stark die Einflüsse außerhalb von Mexiko sind, also wie stark man amerikanisiert ist. Man wächst eigentlich mit der Musik auf - denn allein schon das klassische gern gesungene Geburtstagsständchen ist ein Mariachi-Lied. Aus dem Grund darf auch auf keiner guten mexikanischen Feier eine Mariachi Band fehlen.
In Mexiko City gibt es einen Platz "Plaza de Garribaldi" wo täglich dutzende Mariachi Sänger singen ... Ein Erlebnis für sich dort zu sein ...

Ihr merkt schon ... es wirklich ganz viel was dazu gehört und eine Kultur die ganz anders ist...

Ich habe hier einige Links gefunden die ich mir auch alle selbst angeschaut habe, die verschiedene Aspekte des Festes auch in Bild und Ton wiedergeben. Schaut sie euch mal an ...

https://www.youtube.com/watch?v=jCQnUuq-TEE&sns=fb (kurzer Animationsfilm) 
https://www.youtube.com/watch?v=2luTdONIFfQ (Ein Lied über das Fest (spanisch) mit vielen Eindrücken des Festes) 
https://www.youtube.com/watch?v=t4kA--lIIBw (Erklärung des Festes mit Wort und Bild (englisch)) 
https://www.youtube.com/watch?v=EjR5uyJQaCk (Erklärung des Festes, ebenfalls auf englisch, aber etwas lockerer erklärt) 

Einige Links zum nachlesen: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Tag_der_Toten
https://de.wikipedia.org/wiki/La_Catrina



Disney und Pixar Studios haben das Fest nun auch für sich entdeckt und haben einen Animationsfilm erstellt der dieses Jahr in die Kinos kam. In USA und Mexiko bereits im Herbst/November. Und in Deutschland soll er im Dezember 2017 raus kommen. Ich weiß leider nicht in welche Richtung der Film geht, aber der Trailer wirkt schon sehr viel versprechend und zeigt am Rande der Geschichte natürlich typische Merkmale des Festes ... Mitarbeiter des Filmes bereisten zur Erstellung des Filmes verschiedene Plätze in Mexiko insbesondere zum "Dia de los muertos" um ihn so authentisch wie möglich zu machen. Vielleicht schaut ihr euch den Film auch an ;-) Ich werde ihn mir auf jeden fall anschauen! 





Wenn ihr euch die Videos und Links angeschaut habt, dann werdet ihr hoffentlich sehen können, wie "faszinierend" das Fest ist und das es wirklich ganz anders ist, als das was man bereits hier so kennt ...



Aus dem Grund freut es mich, dass ein Museum bei mir in der Region (auch wenn ich dafür 50km fahren muss) dieses Fest in ihrem Haus feiert. Denn das Museum für Sepulkral Kultur befasst sich mit dem Thema Tod. 

Meines Wissens nach gibt es nicht viele Feste dieser Größen Ordnung in Deutschland, weswegen es auch nicht ungewöhnlich ist, dass auch mal Mexikaner 200km extra nach Kassel fahren um dabei sein zu können. 

Wie sich vielleicht einige von euch erinnern, war ich in der Vergangenheit schon zwei Mal im Museum und habe das Fest mit gefeiert. Obwohl es das schon lange vorher dort gab, aber diese Information drang leider erst so spät von Kassel nach Bad Arolsen ... 


Ich war im Jahr 2012 und 2013  auch mit meiner Kamera.  Das Jahr 2014 ließ ich ausfallen, weil keine Mariachi Band eingeladen war. Soweit ich weiß fiel 2015 vom Datum her ganz schlecht und letztes Jahr fand es nicht statt. 

Umso erfreuter war ich, dass es dieses Jahr wieder mit einer Mariachi Band stattfinden sollte.
Dieses Jahr wollte ich mich auch etwas mehr als Mexikanerin erkennen zu geben, was ich normalerweise nicht mache. Zudem ich selbst auch gar nicht so mexikanisch aussehe ... Ich bin nicht nur so käsig weiß sondern auch viel größer ... was natürlich sehr amüsant ist mit meinen 1,68cm 
... 
Aber es kam so wie es kommen musste - mein mexikanischer Rock passte mir zu dem Abend nicht mehr und auch war es mir zu kalt gewesen und da ich mich nicht erneut erkälten wollte, musste ich auch einige Kompromisse machen... wie ich gekleidet war zeige ich euch aber erst am Ende.

...




Zu der Durchführung und alles was zum Festes dazugehört,  im Museum möchte ich gar nicht so viel schreiben, denn ich wäre da viel zu kritisch, gerade weil ich einen anderen Bezug dazu habe.

Allgemein ist es wirklich eine super Sache und einfach toll, dass das Museum das Fest feiert.
Sie, die Museums Leitung, sowohl die kleine Kassler-Mexikanische Community geben sich wirklich wahnsinnig viel Mühe ein kleines Stück "Mexiko" und ein kleines Stück "Dia de los muertos" zu zeigen... 


....


Ach eins noch ...
Ich habe an den Abend mit zwei Kameras fotografiert. Ganz normal mit meiner Spiegelreflex und Fisheye Objektiv (ihr werdet die unterschiede sicherlich erkennen) und mit der Panasonic Lumix DMC-TZ101, die ich mir für einen bestimmten Anlass ausgeliehen hatte und ich dort testen wollte, da sie bei ähnlich schlechten Lichtbedingungen zum Einsatz kommen sollte.  

Was ergab der Test? Nun, die Spiegelreflex ist weiterhin tausend Mal besser.
Ich darf bei der Lumix nicht die ISO so hoch stellen, weil das Rauschen dann zu extrem ist. Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig aber lernbar ... Hoffentlich für die eigentlichen Einsatzzwecke auch zu gebrauchen. Aber das werdet ihr je nachdem hoffentlich ein anderes Mal selbst sehen ...

...

So nun endlich die Bilder!!!
Und ganz unten natürlich Videos - denn ich hab hauptsächlich Videos gemacht. 



Ofrenda (Altar) mit einem Bild der Maria von Gudalupe - um das Originalbild, dass hinter Panzerglas einer Kirche in Mexico City hängt gibt es auch eine interessante Geschichte aber auch einige Mythen, wie z.B. das mal einen Brand und/oder Bombenanschlag ohne beschädigt worden zu sein überstand. 
Ich habe das Originalbild in der "Villa de Guadalupe" im Jahr 2000 auch selbst gesehen und bin bis heute beeindruckt von der Architektur dieses Gebäudes. 



Die Ofrendas im Museum wurden von einigen Spanisch-Schulklassen einer Kasslerschule dekoriert. 





Dieser Altar war dem Opfern die beim Erdbeben ums Leben kamen gewidmet.


Auch konnte man eine Figur einer mexikanischen Künstlerin sowohl einige Gemälde in einer Galerie betrachten, aber ich habe es versäumt davon Bilder zu machen. 





 ^ Für mich persönlich war eh dieses Bild das schönste und zeitgleich traurigste Bild was dort "ausgestellt" war. Es handelte sich leider nicht um ein Originalbild, sondern war nur mittels Beamer auf einer Leinwand projiziert worden.

Es zeigt die US-mexikanische Grenze - aber die amerikanische Seite dort wo der Tod fast täglich lauert und im Bild rechts zu sehen ist ... Es gebe so viel zu dem Bild und zu dieser Situation dort zu sagen, aber ich lasse es an dieser Stelle sein, denn ich möchte nicht so politisch werden.




Die Mariachi Band "Sol Latino" die gespielt hat, möchte ich an dieser Stelle natürlich auch verlinken.


















Und zum Abschluss zwei Fotos von mir :-)



































Und zum Abschluss ... die "heimliche Nationalhymne" - México lindo y querido ... <3


Donnerstag, 2. November 2017

Impressionen von der Insel Siebenbergen

Man könnte meinen, es sei richtig von mir geplant gewesen, dass ich euch erst im Herbst meine Sommer-Fotos zeige! Die Wahrheit ist, dass ich es zeitlich vorher nicht geschafft habe die Fotos die ich auf der schönen Insel Siebenbergen in Kassel in der Karlsaue gemacht hatte hochzuladen ...


Ebenso wie ich es dieses Jahr mal wieder nicht geschafft habe im Frühling zur Insel zu gehen ...
Aber Ende August blühten dennoch noch viele Blumen!


Heute zeige ich euch ein paar Impressionen von der Insel Siebenbergen, wobei an dem Tag eher private Aufnahmen mit meinem Mann im Fokus standen, die ich euch aber hier ausnahmsweise mal nicht zeigen mag ;-) Und nach einer Zeit kamen dann die Pfauen und dann waren sie mein Hauptmotiv wie man vielleicht weiter unten unschwer erkennen kann :-D







 








 Während wir dabei waren von uns ein paar schöne Fotos zu machen kamen die drei Pfauen den Berg hochgeschlichen. Leider waren sie dennoch so scheu, dass ich nicht näher an sie ran kam um ein schöneres Selfie mit ihnen machen zu können ...



^ Henne

Es leben dort (jedenfalls zu dem Zeitpunkt) drei Pfauen. Zwei Männchen und ein Weibchen, was meiner Meinung nach etwas ungewöhnlich ist, da die Vögel ähnlich wie zum Beispiel bei  Haushühner eher mit mehreren Hennen gehalten werden ... Ich vermute aber das der Besuch der Insel einfach attraktiver gemacht werden soll mit zwei Männchen da sie es ja sind, die das farbenprächtige Federkleid tragen ... Aber es kann natürlich auch sein, dass ein Männchen ein Nachwuchs ist ...








Leider wird man bei Pfauen die in Gefangenschaft gehalten werden selten die Möglichkeit haben das gesamte Federkleid von den Männchen zu sehen. Nicht nur weil sie das eher während der Balz zur Schau stellen, sondern weil es oft üblich ist den Vögel die Federn zu stutzen ... 

Der Blaue Pfau der ursprünglich aus Indien kommt hat nämlich normalerweise eine lange Schleppe von etwas zwei Metern - sogenannte Streufedern. Das Stutzen der Federn wird bei vielen Vögeln gemacht, die in Park leben und quasi die Landschaft aufwerten sollen ... Wird gerne auch bei Schwänen gemacht. Wobei man es bei Schwänen als Laie leider nicht sehen kann sondern meist erst durch das Verhalten ersichtlich wird ... 
Beim Pfau ist es leider sichtbar ... Das stutzen der Feder hat natürlich ein Grund - die Vögel sollen Flugunfähig gemacht werden. Denn anders als man vielleicht angenommen hätte, kann auch der blaue Pfau mit seiner Größe tatsächlich etwas fliegen jedoch weder weit noch hoch. Aber gut genug um auf einen Baum zu fliegen, wenn Gefahr naht ... Und da die meisten Vögel den Menschen als Gefahr ansehen könnt ihr euch vorstellen wie oft dann so ein Pfau lieber auf einen Baum hochfliegen würde ... besonders in Parks.... Was wohl erklären dürfte, warum es auch in Kassel auf der Insel Siebenbergen so schwer ist, die Pfauen zu entdecken. Zudem sie dort immerhin komplett frei rumlaufen können und jede Menge Büsche zum verstecken haben ... und das machen sie!



Geschützt vor Fressfeiden (z.B. Fuchs) auf der Insel und einer Leinenpflicht von Hunden (falls sie dort überhaupt erlaubt sind) können sie bedenkenlos in den Büschen liegen ... und zum Abend, wenn die meisten Besucher gegangen sind zu Jahreszeiten wo der Park auf der der gering blühenden Blumen nicht mehr so stark besucht wird finden man die Pfauen genau dort, wo man auch alle anderen Wasservögel vorfinden kann, die die Karlsaue so schön machen ...


An der Seite von Grau und Nilgänsen. 

 

 Da ich an der Aue aber schon ganz oft Grau und Nilgänse fotografiert habe konnte ich mich nicht auf die von mir bereits oft fotografierten Vögel konzentrieren. Auch die Stockenten-Hybriden raubten nicht meine Aufmerksamkeit von den Pfauen, da ich diese schon fotografiert hatte ... 






Ich schaute lieber den Pfauen bei der Gefiederpflege einen Augenblick länger zu ...







 Da das zweite Männchen aufgestanden war und auch das andere Männchen das bei der Henne stand sich ein paar mal Schüttelte und sein Gefieder zeigte beschloss ich aber aufzuhören ... Ich weiß nicht so viel von Pfauen, aber ich glaube das wird auch gemacht, das Gefieder gezeigt, wenn sie sich bedroht fühlen oder jemanden bedrohen wollen ... und da ich sie nicht weiter aufschrecken wollte packte ich Kamera ein ... 








Zum Abschluss noch ein paar Fotos von mir, die mein Mann aufgenommen hat :-) 
Übrigens das vierte mal seit dem ich kein kleines Mädchen mehr bin und selbst darüber bestimmen kann, was ich anziehe, dass ich aller Öffentlichkeit ein Kleid getragen habe ...
Das erste Mal als Trauzeugin, das zweite Mal bei meiner Hochzeit und dann an dem Tag ... und einen anderen Tag trug ich es auch... Ich hatte mir dieses Jahr im Sommer das Sommerkleid gekauft und gesagt, das ich es anziehen würde wenn die Temperaturen über 25°C sind. Da ich wirklich warme Temperaturen brauche ist es mir bei weniger Grad viel zu kalt ... und so kam es irgendwann im Juli soweit ich mich erinnere dazu und dann eben Ende August was mich richtig freute, da ich sonst Gefahr lief es nur an einen Tag getragen haben zu können ... 





Bis zum nächsten Mal ...
Dann vielleicht mit Herbst Fotos im Winter ;-) 
Hahahaha

Lasst es euch gut gehen!